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FC Barcelona  -  VfB Stuttgart     3:1

Camp Nou, Barcelona

0:1  da Silva (3.)
1:1  Giovani (37.)
2:1  Eto'o (57.)
3:1  Ronaldinho (67.)


Da packt einen schon das Fernweh...


Morgens halb elf in Spanien... hacemos una pausa


Ausblich auf den Parc de Montjuïc


Das World Trade Center in Barcelona


El puerto - zumindest ein Teil davon


Las Ramblas... (die Alleen)


Salud! Wir empfehlen Estrella...


Peter über den Sinn des Seins


Das unfertige Wahrzeichen der Stadt – la Sagrada Familia


Ein paar S6er vor dem Camp Nou


Vielleicht kommt ja noch jemand...


Wer hätte vor einem Jahr hiermit gerechnet: ¡Era solo un sueño! (Es war nur ein Traum)


Ein paar haben sich wohl doch noch ins Stadion verlaufen, darunter auch konfuse Spieler unserer Mannschaft


Wo es endlich wieder CERVEZA gab...


... manche munter, aber manche schon recht müde waren.


Und so trafen wir uns alle irgendwann wieder am Flughafen...
 

12.12.07, 4.24 Uhr Duisburg Hauptbahnhof – der Zug, der uns nach Düsseldorf zum Flughafen transportieren sollte, kam nicht.
Nach ersten Auskünften von Dennis P. aus Mülheim hatten wir 20 Minuten Verspätung, was unseren Zeitplan sehr eng werden ließ und erste Horrorszenarien von verpassten Flügen und des Scheiterns der ganzen Unternehmung, schon auf dem ersten Streckenteil in Aussicht stellte. Schließlich kam der Zug dann aber doch, der Skytrain stand auch direkt bereit
und wir fanden uns in den letzten 8 Check-in-Minuten am Schalter ein. Es konnte also losgehen.
Relativ überrascht stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen Stuttgart Fans in der Maschine waren,
 sondern gut die Hälfte der Plätze in Stuttgarter Hand waren.
Nach einem recht unspektakulären Flug und einigen „Olé – wir fahrn‘ in Puff nach Barcelona“-Einlagen,
 landeten wir 20 Minuten vor der geplanten Zeit – Air Berlin hatte somit also die Verspätung der Bahn wieder aufgeholt…
Am Flughafen spaltete sich dann die Gruppe aus den gegebenen Umständen auf.
Wir machten uns per Zug und Metro in die Innenstadt auf,
der Rest nahm den Expressbus und suchte die schon am Vortag eingeflogenen S6er mit Anhang in deren Hotel auf.
Überraschenderweise bekamen wir Freifahrkarten für den Flughafenzubringerzug in die Stadt
und nahmen von da aus die Metro in die Innenstadt, wo erstmal das Meer aufgesucht wurde um zu frühstücken.
Dann ging es auf die Ramblas, wo nach einigen Metern, die erste und auch teuerste Runde Bier auf dem Programm stand.
Hier sorgte eine Motorradpolitesse für allgemeine Belustigung, indem sie ihr Gefährt gegen den Randstand setzte
und sich sodann darunter wiederfand.  Nach einem Besuch des hiesigen Marktes und einem in Ermangelung von Plätzen
nicht sehr langen Aufenthalt im örtlichen Hard Rock Café, machte man sich auf den Weg zum Wahrzeichen der Stadt – der Sagrada Familia.
Auf dem nicht kurzen Weg kehrte man in einem weiteren Straßencafé ein,
wo einem dann auch zum ersten Mal richtiges Bier zu vernünftigeren Preisen ausgeschenkt wurde.
Estrella Damm ist San Miguel auf jeden Fall vorzuziehen. Angekommen an Gaudis nie fertig gestelltem Meisterwerk,
 wurden die obligatorischen Touri-Fotos geschossen, um dann eine weitere Lokalität zur Nahrungsaufnahme aufzusuchen.
Es sollte das kulinarische Highlight des Tages werden. Hernach wurde es höchste Zeit gen Stadion aufzubrechen,
da alle nicht Auswärtsdauerkarteninhaber nur mit Vouchers ausgestattet wurden und ihre Karten noch vor dem Stadion abholen mussten.
Hier zeigte sich mal wieder, dass die Organisationsprozesse unseres Vereins alles andere als Champions League reif sind.
Aber auch diese Hürde wurde genommen und nach einigen weiteren Bieren vor dem Stadion dann der Weg
- in das von außen wenig spektakulär anmutende Bauwerk angetreten.
Die Kontrollen waren entgegen der Ankündigungen die Lächerlichsten seit langem
und auch die gefühlten 500 Stufen in den Block wurden von allen mehr oder minder schnell überwunden.
Im Block im fünften Rang angekommen bot sich dann ein doch sehr beeindruckender Blick in das leere weite Rund.
Leider war die Gästeblockaufteilung nur suboptimal, was dem Support etwas abträglich war, aber trotzdem war die Stimmung recht ordentlich.

Unsere Aufstellung löste nicht unbedingt das Gefühl aus, dass wir Barça an die Wand spielen.
Kein Hitz, kein Roberto, auch kein Pavel, dafür Farnerud und Da Silva, Tasci in der Mitte, Fernando auf der 6,
Boka auf rechts und Osorio auf links. Auch die Abteilung „Attacke-Alarma“ in Person von Ewerthon und Cipri
löste bei den Katalanen wohl eher keine Angstschweißattacken aus.
Barça fing eigentlich bis auf Henry, Messi und Iniesta mit allem was Rang und Namen hat an.
Das Spiel begann vor halbleeren Rängen dann direkt mit einem Paukenschlag.
Keine zwei Minuten gespielt, Freistoß in Aussichtsreicher Position, und DaSilva schießt ihn einfach so mal rechts oben unter die Latte.
1:0 für uns – was  ein Start. In der Folgezeit zeigte sich dann aber recht schnell, dass Barça nicht die gleiche Sportart wie wir betreibt.
Die nicht ganz ernst spielenden Katalanen nahmen fortan Raphis Kiste unter Dauerbeschuss;
aber mit einigen guten Paraden stand die Null vorerst mal und die Stimmung im Block war super.
In der 34. Minute zeigte Boka dann leider, dass sein rechter Fuß nur dafür gut ist, dass er beim Laufen nicht umfällt.
Sein Klärungsversuch endete auf dem Arsch, Ronaldinho sagte Danke, flankte in die Mitte,
wo der völlig freistehende Giovanni stark handverdächtig vollendete.
In den folgenden Minuten gab es noch einige gefährliche Situationen,
aber irgendwie gelang es, das Unentschieden in die Halbzeit zu retten.

Farnerud bekam dann die Quittung für seine „Leistung“ und wurde durch Roberto ersetzt.
Auch für Ewerthon wäre es sicher Zeit gewesen, aber in Ermangelung von Alternativen blieb er uns auch für den Rest des Spieles erhalten.
Einige Chancen für Barça später, kam es dann, wie es sich abgezeichnet hatte.
Fernando rutscht bei einem seiner Ausflüge nach vorne aus, wiederum Ronaldinho nahm dieses Geschenk an, setzte Eto’o in Szene,
der ohne Schwierigkeiten die Führung markierte. Kurze Zeit später wurde dann noch das dritte von der Barça 10 nachgelegt.
Nach einer schönen Einzelleistung von Yildi, die durchaus ein Tor verdient gehabt hätte,
war für ihn dann Schluss und auch Antonio durfte zum Duschen.
Silvio und Manuel durften fortan noch ein wenig Camp Nou Luft schnuppern.
Auch auf der anderen Seite wurde fröhlich durchgewechselt und dem Nachwuchs noch ein wenig Spielpraxis vermittelt.
Barça hatte noch die eine oder andere, mehr oder minder zwingende Chance und auch wir versuchten es in Person von Ewerthon nochmals,
der einfach mal aus 25m abzog und leider nur die Latte traf. Schade!
Ansonsten passierte nicht mehr viel, der einzige Aufreger trug sich auf den Rängen zu,
wo sich ein „Fan“ unseres Teams so vom angestimmten „You’ll Never Walk Alone“ provoziert fühlte, dass er einfach mal versuchte,
jeden umstehenden Mitsinger umzuhauen.
Diese Posse zog sich über einige Minuten hin, bis der Störenfried schließlich aus dem Block getrieben wurde.

Abpfiff – und mal wieder Blocksperre.
Nach 20 Minuten durfte man dann Etappenweise eine Etage um die andere die Zufahrtsrampe hinabtrotten,
um sich dann auf der anderen Seite des Stadions in einem Polizeikessel wieder zu finden.
Nachdem man alle Mann wieder an Bord hatte, spaltete sich die Gruppe in die „wir machen in den Kneipen durch“-
und die „wir fahren zum Flughafen und versuchen zu pennen“- Fraktionen auf.
An der Metrostation zeigten sich dann die spanischen Ordnungshüter von ihrer weniger freundlichen Seite.
Mario wurde kompromisslos deutlich gemacht, dass Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit nicht gerne gesehen wird
und Michas Rückfrage nach den Vengaboys wurde auch sehr unschön mit einem dezenten Schlag auf den Kopf beantwortet.
Schließlich folgte man dann dem „venga“ und „a bajo“ Gezeter der Männer in blau
und steuerte wieder einmal den Plaça de Catalunya an. Die Ramblas hatten sich mittlerweile stark verändert.
Das Bild wurde geprägt von der Einheitsnutte, versprengten Stuttgart Fans und einem nicht unerheblichen Polizeiaufgebot.
Mario verkündete auch hier, wie in allen anderen Bezirken der Stadt lautstark, dass er den KSC nicht so gut findet
und wir kehrten schließlich im zweiten Versuch in einem Irish Pub ein, wo es endlich wieder Bier gab.
Leider präsentierte sich Barcelona uns nicht als Stadt, die niemals schläft, als um kurz vor 2 die letzte Runde eingeläutet wurde.
Nachdem die anschließende Kneipensuche nicht erfolgreich verlief, verabschiedeten sich die Hotelzimmerbesitzer von den Obdachlosen,
die sich nach einem Spießrutenlauf vorbei an den zahlreichen aufdringlichen Liebesdienerinnen
und einer wieder mal nervigen Nachtbusfahrt, viel zu früh, wieder am Flughafen einfanden.

Nach endlosen, schlaflosen Stunden des Wartens und Fliegens kamen wir dann schließlich um 12 Uhr wieder in Duisburg an,
wo jeder wieder seiner Wege ging. Die einen ins Bett, die anderen Arbeiten...
Bis Samstag dann – zum  grauen Ligaalltag in Bielefeld.
Zumindest verlieren wir da nicht, wenn der Gegner die Sache nicht so richtig ernst nimmt….

Text: Peter

 

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