VfB Fanclub S6

 

 

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Energie Cottbus - VfB Stuttgart     0:1

Stadion der Freundschaft, Cottbus

0:1  Meira (30.)


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Ein Nachholspiel mitten in der Woche. Und das auch noch in Cottbus… so was grenzt ja schon an Bestrafung für Fußball-Fans,
wenn man die weite Strecke fahren muss für seinen VfB. Und das auch noch ohne Alkohol, weil man selber das Mietauto steuern muss!
 Scheiß Emma!!! So ein Orkan sollte einfach per Gesetz verboten werden, um zukünftige Spielabsagen zu vermeiden...   ;-)

 Was trieb uns also zu dritt nach Cottbus? Die Herren Haberzettl und Mai, weil es leider zum alljährlichen 34er dazugehört,
auch die Strecke nach Dunkeldeutschland auf sich zu nehmen.
Und dies egal wann, weil regelmäßige Anwesenheit im Stadion zu den Spielen des VfB Stuttgart einfach Pflicht ist.
Wie sich kurz nach Abfahrt herausstellte, litt Herr Rolinger an einer schweren Knieverletzung.
Der Arzt seines Vertrauens befindet sich nun mal Nähe der polnischen Grenze, leider kam er zu spät, die Praxis war schon verschlossen,
 also ging er halt kurzfristig mit uns ins Stadion…. Von dieser Stelle noch mal gute Besserung an sein Knie!

 Die Fahrt verlief ohne nennenswerte Probleme. Vorbei an Magdeburg und man hatte nur noch ca. 250 km lang Autobahnausfahrten
 ins absolute Nichts vor sich. Zum Glück ging auch das mit der Zeit zu Ende. Kurz vor Cottbus machten wir noch mal eine letzte Pause,
 um den gesunkenen Nikotinspiegel etwas aufzufrischen, als zwei junge Damen auf uns zuliefen und fragten,
ob sie “bei uns mal Frau spielen dürfen“. Natürlich war uns sofort klar, was die Mädels damit von uns wollten und wir willigten sofort ein,
da wir genügend Wäsche zum Bügeln daheim hatten. Leider divergierten jedoch unsere Vorstellungen,
wie der Begriff “Frau spielen“ gemeint war, denn sie hatten offensichtlich keine Lust,
zu uns nach Hause zu fahren und unsere Wäsche zu bügeln. Sie wollten lediglich Infos haben,
wie man eine Motorhaube öffnet und den Ölstand misst. Tzz, erst Hoffnungen machen und dann?!?
Schade, vielleicht beim nächsten Mal…

 Gegen 17.30 standen wir bereits vor dem Stadion der Freundschaft
und konnten schon mal von draußen die neue Cottbusser Nordwand bewundern.
Da es noch so früh war und im Gästeblock auch noch nichts los war, vertrieben wir uns gemeinsam mit Peter Reichert die Zeit
beim Beobachten eines mobilen Fotoapparates der grün-weißen Wochenshow aus Cottbus,
der sämtliche Autofahrer mit unerlaubt überhöhter Geschwindigkeit ablichtete.
Tja, wenn man schon keine Steuereinnahmen der ARBEITENDEN Bevölkerung erhalten kann,
muss man halt durch die Honorarkosten der Fotos an Geld kommen………

 Bei der Durchsage der jeweiligen Mannschaftsaufstellungen kam dann etwas Verwunderung durch.
 Überraschend schickte Veh unseren SUPER MARIO auf die Bank. Also sollte heute das Spiel ohne Torgarantie begonnen werden?
Dafür der drei Tage zuvor noch als verletzt gemeldete Fernando Meira wieder dabei.
Beck und Boka nahmen neben SUPER MARIO auf der Bank Platz.

Der Anpfiff des Spiels wurde begleitet durch Regen, Wind und Kälte im unüberdachten Gästeblock.
Immerhin hielt diese Wetterlage ca. 13.000 Menschen nicht davon ab, sich diese Sportbegegnung live anzugucken.
Sehr löbliche, so eine Einstellung!

 Schiri Gagelmann hatte einen relativ ruhigen Arbeitstag erwischt.
Außer einigen wenigen Abseitsstellungen passierte in den ersten 20 Minuten nicht allzu viel auf dem Platz.
Dem Auge des Zuschauers wurden mehr Fehlpässe, als gut gelungene Kombinationen geboten.

 Da unser Super Mario nicht am fußballerischen Geschehen teilhaben durfte, musste also jemand anderes her,
um die Kugel im Netz zu versenken. Nur wer? Nachdem keiner sich dazu befähigt fühlte,
hatte El Capitano Fernando Meira die Nase voll und nutze eine Standardsituation,
um nach vorne zu gehen und mit dem Kopf den Ball an Tremmel vorbei zu drücken. Das war’s auch schon in Halbzeit eins.
Der VfB, bei diesem Auswärtsspiel in ganz schwarzen Trikots, brauchte nicht besonders viel Anstrengung, um das Ergebnis zu halten.

 In Halbzeit zwei passierte leider auch nicht besonders viel.
Ulreich hatte noch zweimal die Gelegenheit sein Können unter Beweis zu stellen, was ihm auch bestens gelang.
Einmal, als er einen Ball aus spitzem Winkel so grade noch über die Latte lenken konnte,
 das andere Mal, bei einem Schuss von der Strafraumgrenze, den einige Zuschauer schon drin sahen.
 Beide Szenen geschahen innerhalb der letzten zehn Minuten des Spiels.
Ansonsten war das Spiel seitens der Gastgeber geprägt durch kleine Fouls und viele Fehlpässe.
In punkto Fehlpässe war der VfB nicht viel besser.
 Als in der Schlussphase Andi Beck anstelle von Radu gegen den Ball treten durfte,
und kurze Zeit später Ciprigoool Marica den Rasen verlassen musste, war das Konzept von Armin klar:
Nichts mehr riskieren, nur noch die drei Punkte einkassieren.
Dies gelang auch ohne größere Probleme. Am Ende war dann jeder froh über den Abpfiff.
Schnell zurück zum Auto, Heizung etwas aufdrehen und, juhuu, nur noch 650 km bis zur Heimat.
Das geht ja auch schnell vorbei.

Fazit: Diesor kalde Östwind, du kriss die Hüdde eenfoch nüsch woarm.

Text: David

 

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