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VfB Fanclub S6
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Energie Cottbus - VfB
Stuttgart 0:1
Stadion
der Freundschaft, Cottbus











Ein Nachholspiel mitten in der
Woche. Und das auch noch in Cottbus… so was grenzt ja schon an
Bestrafung für Fußball-Fans,
wenn man die weite Strecke fahren muss
für seinen VfB. Und das auch noch ohne Alkohol, weil man selber das
Mietauto steuern muss!
Scheiß Emma!!! So ein Orkan sollte einfach per
Gesetz verboten werden, um zukünftige Spielabsagen zu vermeiden...
;-)
Was trieb uns also zu dritt
nach Cottbus? Die Herren Haberzettl und Mai, weil es leider zum
alljährlichen 34er dazugehört,
auch die Strecke nach
Dunkeldeutschland auf sich zu nehmen.
Und dies egal wann, weil
regelmäßige Anwesenheit im Stadion zu den Spielen des VfB Stuttgart
einfach Pflicht ist.
Wie sich kurz nach Abfahrt herausstellte, litt
Herr Rolinger an einer schweren Knieverletzung.
Der Arzt seines
Vertrauens befindet sich nun mal Nähe der polnischen Grenze, leider
kam er zu spät, die Praxis war schon verschlossen,
also ging er halt
kurzfristig mit uns ins Stadion…. Von dieser Stelle noch mal gute
Besserung an sein Knie!
Die Fahrt verlief ohne
nennenswerte Probleme. Vorbei an Magdeburg und man hatte nur noch
ca. 250 km lang Autobahnausfahrten
ins absolute Nichts vor sich. Zum
Glück ging auch das mit der Zeit zu Ende. Kurz vor Cottbus machten
wir noch mal
eine letzte Pause,
um den gesunkenen Nikotinspiegel etwas
aufzufrischen, als zwei junge Damen auf uns zuliefen und fragten,
ob
sie “bei uns mal Frau spielen dürfen“. Natürlich war uns sofort
klar, was die Mädels damit von uns wollten und wir willigten sofort
ein,
da wir genügend Wäsche zum Bügeln daheim hatten. Leider
divergierten jedoch unsere Vorstellungen,
wie der Begriff “Frau
spielen“ gemeint war, denn sie hatten offensichtlich keine Lust,
zu
uns nach Hause zu fahren und unsere Wäsche zu bügeln. Sie wollten
lediglich Infos haben,
wie man eine Motorhaube öffnet und den
Ölstand misst. Tzz, erst Hoffnungen machen und dann?!?
Schade,
vielleicht beim nächsten Mal…
Gegen 17.30 standen wir
bereits vor dem Stadion der Freundschaft
und konnten schon mal von
draußen die neue Cottbusser Nordwand bewundern.
Da es noch so
früh war und im Gästeblock auch noch nichts los war, vertrieben wir
uns gemeinsam mit Peter Reichert die Zeit
beim Beobachten eines
mobilen Fotoapparates der grün-weißen Wochenshow aus Cottbus,
der
sämtliche Autofahrer mit unerlaubt überhöhter Geschwindigkeit
ablichtete.
Tja, wenn man schon keine Steuereinnahmen der
ARBEITENDEN Bevölkerung erhalten kann,
muss man halt durch die
Honorarkosten der Fotos an Geld kommen………
Bei
der Durchsage der jeweiligen Mannschaftsaufstellungen kam dann etwas
Verwunderung durch.
Überraschend schickte Veh unseren SUPER MARIO
auf die Bank. Also sollte heute das Spiel ohne Torgarantie begonnen
werden?
Dafür der drei Tage zuvor noch als verletzt gemeldete
Fernando Meira wieder dabei.
Beck und Boka nahmen neben SUPER MARIO auf der Bank Platz.
Der Anpfiff des Spiels wurde
begleitet durch Regen, Wind und Kälte im unüberdachten Gästeblock.
Immerhin hielt diese Wetterlage ca. 13.000 Menschen nicht davon ab,
sich diese Sportbegegnung live anzugucken.
Sehr löbliche, so eine
Einstellung!
Schiri Gagelmann hatte einen
relativ ruhigen Arbeitstag erwischt.
Außer einigen wenigen
Abseitsstellungen passierte in den ersten 20 Minuten nicht
allzu viel auf dem Platz.
Dem Auge des Zuschauers wurden mehr
Fehlpässe, als gut gelungene Kombinationen geboten.
Da unser Super Mario nicht am
fußballerischen Geschehen teilhaben durfte, musste also jemand anderes
her,
um die Kugel im Netz zu versenken. Nur wer? Nachdem keiner sich
dazu befähigt fühlte,
hatte El Capitano Fernando Meira die Nase voll
und nutze eine Standardsituation,
um nach vorne zu gehen und mit dem
Kopf den Ball an Tremmel vorbei zu drücken. Das war’s auch schon in
Halbzeit eins.
Der VfB, bei diesem Auswärtsspiel in ganz schwarzen
Trikots, brauchte nicht besonders viel Anstrengung, um das Ergebnis
zu halten.
In Halbzeit zwei passierte
leider auch nicht besonders viel.
Ulreich hatte noch zweimal die
Gelegenheit sein Können unter Beweis zu stellen, was ihm auch
bestens gelang.
Einmal, als er einen Ball aus spitzem Winkel so grade
noch über die Latte lenken konnte,
das andere Mal, bei einem Schuss von der Strafraumgrenze, den einige Zuschauer schon drin sahen.
Beide
Szenen geschahen innerhalb der letzten zehn Minuten des Spiels.
Ansonsten war das Spiel seitens der Gastgeber geprägt durch kleine Fouls und viele Fehlpässe.
In punkto Fehlpässe war der VfB nicht viel besser.
Als in der Schlussphase Andi
Beck anstelle von Radu gegen den Ball treten durfte,
und kurze Zeit später Ciprigoool Marica den Rasen verlassen musste, war das Konzept von Armin klar:
Nichts mehr riskieren, nur noch die drei Punkte einkassieren.
Dies gelang auch ohne größere Probleme. Am Ende war dann jeder froh über
den
Abpfiff.
Schnell zurück zum Auto, Heizung etwas aufdrehen und, juhuu,
nur noch 650 km bis zur Heimat.
Das geht ja auch schnell vorbei.
Fazit: Diesor kalde Östwind, du kriss die Hüdde eenfoch nüsch woarm.
Text: David |